Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

neues Logo der PhilFak3 skaliert

Kontakt

Philosophische Fakultät III Erziehungswissenschaften
Dekanat

Telefon: +49-345- 55 23870
Telefax: +49-345- 55 27232

Franckeplatz 1 / Haus 3
06110 Halle (Saale)

Postanschrift:
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
Philosophische Fakultät III Erziehungswissenschaften
Dekanat
06099 Halle (Saale)

Login für Redakteure

Philosophische Fakultät III Erziehungswissenschaften

Hans-Ahrbeck Haus (Haus 31) und Franckesche Stiftungen mit Dekanat (Lindenhof).

Hans-Ahrbeck Haus (Haus 31) und Franckesche Stiftungen mit Dekanat (Lindenhof).

Die Institute der Philosophischen Fakultät III Erziehungswissenschaften
(Institut für Pädagogik, Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik, Institut für Rehabilitationspädagogik, Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik) befinden sich auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen und sind dort in verschiedenen Häusern untergebracht.

Liebe Studierende,

für einige von Ihnen ist die Teilnahme am Studium momentan vermutlich aus gesundheitlichen, familiären oder technischen Gründen problematisch bis unmöglich. Deshalb möchten wir Sie bitten, sich mit Fragen zur Teilhabe an Seminaren und Vorlesungen an das Inklusionsteam der Philosophischen Fakultät III zu wenden. Der Referent für Inklusion an der MLU, Dr. Christfried Rausch, ist aufgrund der gegenwärtigen Situation nicht zu erreichen.

Nachruf auf Hans-Uwe Otto (6.1.1940 – 27.10.2020)

Die Philosophische Fakultät III – Erziehungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg trauert um den Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Uwe Otto. Er starb am 27. Oktober im Alter von 80 Jahren. 1992 bis 1993 war er kommissarischer Rektor der Pädagogischen Hochschule Halle-Köthen, von 1993 bis 1994 Vorsitzender des Lenkungsausschusses zum Aufbau des erziehungswissenschaftlichen Fachbereichs und Aufbaubeauftragter für das Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1994 verlieh ihm die MLU die Ehrendoktorwürde. In dieser für das heutige Institut wichtigen Zeit war er an der Besetzung der ersten Professuren und damit maßgeblich an der ersten Ausrichtung des Instituts in Lehre und Forschung beteiligt. In den folgenden Jahrzehnten blieb er den Kolleginnen und Kollegen der Fakultät, des Instituts für Pädagogik und dem ZLB eng verbunden.

Hans-Uwe Otto war ein streitbarer Erziehungswissenschaftler und Sozialpädagoge, der eine wichtige disziplinpolitische Rolle einnahm – er war tief in die Prozesse der Weiterentwicklung der Sozialpädagogik sowie der Professionalisierung der Sozialen Arbeit, einer forschungsbasierten (Aus)Bildung von Sozialarbeitern und Erziehungswissenschaftlern sowie der Institutionalisierung der Sozialen Arbeit involviert. Im Zentrum seines Schaffens stand das dem Adressaten dienende System, das Verwirklichungschancen, ein menschenwürdiges Leben und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen müsse. Seine Forschungen nahmen stets eine wohlfahrtsstaats- und gesellschaftstheoretische Perspektive ein; seine Aussagen waren nicht systemverneinend, sondern systemkritisierend – zutiefst humanistisch. Sein Schaffen war am Puls der Zeit, nahe am politischen Geschehen und gleichermaßen nahe an den Lebensbedingungen der Menschen und den Arbeitsbedingungen der Professionellen. In seinem Schaffen war er dem wissenschaftlichen Nachwuchs zutiefst verbunden – nicht nur im Rahmen von Graduiertenkollegs schaffte er Räume einer kritischen, vernetzten Forschung, Orte des wahrgenommenen öffentlichen Sprechens und Publizierens. Hans-Uwe Otto kann als Arbeiter an der Disziplin bezeichnet werden, der nicht müde wurde, unbequeme Fragen nach der Relevanz von Forschung für die Profession, die Institutionen wie für den Adressaten zu stellen. Seine Ermahnungen, die systemischen Bedingungen jeglichen Tuns in der Forschung nicht aus dem Blick zu verlieren und sich nicht im Klein-Klein zu verlieren, werden in den Diskussionen fehlen.

Johanna Mierendorff

Aktuelles/Veranstaltungen/Termine/Newsletter

[ mehr ... ]

Newsletter Nr. 30 Sommersemester 2020
ausgabe_30_newsletter_phil_fak_III.pdf (1,7 MB)  vom 04.11.2020

Newsarchiv

Zum Seitenanfang